Bibliothek am Guisanplatz

Katalog der Autographensammlung
"Dr. Georg Heberlein"

 

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Burckhardt, Carl Jakob, (1891—1974). Schweizer Diplomat und Historiker
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift an Herrn von Sprecher, 2 S. 8°, deutsch
Vinzel, 28. 9. 1971
Burckhardt erklärt, warum er bis anhin nicht habe schreiben können (er verletzte sich bei einem Sturze), und dankt Herrn von Sprecher für seine Mithilfe beim Entzifferungsversuch der Aufzeichnungen Kardinal Richelieus.
Carl Jakob Burckhardt begann seine diplomatische Karriere nach dem Geschichtsstudium in den Jahren 1918 bis 1922 als schweizerischer Gesandtschaftsattaché in Wien. 1923 untersuchte er im Namen des Internationalen Roten Kreuzes das Flüchtlingsproblem in der Türkei, das nach dem türkisch-griechischen Krieg (1920—1922) entanden war. 1929 nahm er seine Lehrtätigkeit an der Universität in Zürich und seit 1932 in Genf auf. Der Höhepunkt seiner Karriere bildete seine Tätigkeit als Völkerbundskommissar in Danzig (1937—1939) und als Präsident des Internationalen Roten Kreuzes in Genf (1944—1949). Zwischen 1945 und 1949 amtierte er schliesslich als Botschafter der Schweiz in Frankreich. Carl Jakob Burckhardt verfasste während seines Lebens zahlreiche hervorragende historische Studien, Essays und Biographien. Sein Hauptwerk ist die mehrbändige Biographie Kardinal Richelieus (publiziert zwischen 1935 und 1967). Erst nach seinem Tode am 3. März 1974 im waadtländischen Vinzel erschienen die Werke ‘Memorabilien‘ und ‘Briefe aus den letzten Jahren‘ (1977).
[923,1]

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Letzte Änderung am 18. September 2008 durch Webmaster