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| Spitteler, Carl, (18451924). Schweizer Schriftsteller und Nobelpreisträger |
| Sieben eigenhändige Briefe mit Unterschrift und adressierten Briefumschlägen an einen Albert Dessoff, 12 S. 8°, deutsch |
| Luzern, 18. 7./ 8. 12./12. 12./31. 12. 1907 und 7. 1./14. 1./26. 1. 1908 |
Briefwechsel mit einem Albert Dessoff aus Frankfurt. Dieser ist Vorsitzender der Gesellschaft für a[?]th. Cultur und hat Spitteler für einen Vortrag eingeladen. Spitteler schreibt über seine Vorstellungen betreffend des Stoffes des zu haltenden Vortrages. Mit dem Liestaler Carl Spitteler erhielt 1919 der erste Schweizer den Nobelpreis für Literatur. Trotz entschiedener Abneigung gegenüber dem Dogmatismus der reformierten Amtskirche absolvierte er ein theologisches Studium, verweigerte aber nach bestandenem Pfarrerexamen die Tätigkeit in einem Pfarramt. Nach acht Jahren in Russland und Finnland (18711879), wo er als Hauslehrer tätig war, bestritt er seinen Lebensunterhalt als Lehrer und Journalist und konnte sich schliesslich in fortgeschrittenem Alter allein der Literatur widmen. Als Romancier und Erzähler war Carl Spitteler nach naturalistischen Anfängen vor allem mit dem Roman Imago (1906) erfolgreich. Dieser stellte eine tiefenpsychologische Autobiographie dar. Auch als Lyriker, Balladendichter und Essayist fand Spitteler viel Beifall. Ein Dokument von hohem politischem und menschlichem Rang ist seine Rede vom Dezember 1914. In dieser rief er seine Landsleute angesichts der Tragödie des Ersten Weltkrieges zu demütiger und verantwortungsbewusster Neutralität auf. Gleichzeitig warnte er vor allem die Deutschschweizer vor einer staatsgefährdenden Parteinahme für das damals noch siegreiche Deutschland. Die unter dem Titel Unser Schweizer Standpunkt veröffentlichte Rede trug ihm nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz viele Anfeindungen ein. [1041, 1-7] |
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